Gotik (1200 – 1500)
In der frühen und mittleren Phase der gotischen Malerei standen nicht die naturalistische Darstellung von Personen und Perspektive im Vordergrund, sondern vielmehr die Anordnung der einzelnen Elemente im Bild, deren Proportionierung und Farbgebung im Hinblick auf deren religiösen Sinninhalt. Thematisiert wurden hauptsächlich religiöse Inhalte, aber auch die Darstellung des völkischen lebens war ein Element ind er gotischen Malerei.

Abb. 1 : "Jesus vertreibt die Händler" - Giotto (Fresko)
Speziell in Italien entstanden zu Beginn der Gotik eindrucksvolle Fresken ( Abbildung 1) , während in Frankreich der Fokus auf der Glasmalerei (Abbildung 2) lag.

Abb. 2 : Glasmalerei, St. Elisabethkirche zu Marburg
Neben der Glasmalerei erblühte auch die Buchmalerei (Abbildung 3), welche lange Zeit die vorherrschende Form der Malerei blieb und somit großen Einfluss auf die Tafelmalerei nahm (Abbildung 3).
Durch den einzigartigen Stil einiger Maler wir Simone Martini und Giotto di Bondone entwickelten sich die Gemälde der Gotik unter der Synthese von höfischer Eleganz und dem Bestreben nach Detailgenauigkeit zu dem “Internationalen Stil”, auch “Schöner – ” oder “Weicher Stil” genannt. Die internationale Gotik bevorzugte weiche Gesichtszüge, eine geschwungene Haltung der dargestelleten Personen und eine fließendweiche, üppige Darstellung des Faltenwurfs.

Abb. 3: "Verkündigung" - Simone Martini (Tafelmalerei)
