Pointilismus (1890 – 1910)
Der Pointillismus gilt als Weiterführung des Impressionismus und steht mit seiner charakteristischen Art jeden Punkt des Bildes einzeln, wiederholt und unmittelbar zu bearbeiten dem digitalen Pixel nahe.
Der Maler Georges Seurat entwickelte diese neue Maltechnik, die auf dem Simultankontrast benachbarter Farben beruht. Das gesamte Bild besteht aus regelmäßigen, kleinen Farbtupfern, in reinen Farben, die erst aus einer gewissen Entfernung betrachtet durch optische Verschmelzung zu Formen und Gestalten werden. Durch die additive Farbmischung ist die Leuchtkraft der Farben besonders eindrucksvoll.
Richtungsweisend für diese Form der Kunst war Seurats Werk “Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte” (siehe Abbildung) , welches vom Genre her ein typisch Impressionistisches Thema aufgreift: Menschen im Freien / Freizeitvergnügen.
Der Pointillismus strebt, anders als im Impressionismus, eine wohldurchdachte Komposition an. Der Bildaufbau wirkt streng geometrisch, oft ornamental.
Weitere, bekannte Vertreter des Pointillismus waren Camille Pissaro und Gustav Loiseau.
